Fähren von Deutschland nach Irland
Eine Direktfähre von Deutschland nach Irland gibt es nicht. Für die Anreise mit dem eigenen Fahrzeug bleiben zwei bewährte Wege: die Landbrücke über Großbritannien oder eine Direktfähre ab Frankreich.
Direkt ab Frankreich: eine Nacht auf See
Irish Ferries verbindet Cherbourg mit Dublin — eine Nachtüberfahrt mit Kabine, im Regelbetrieb mit der W.B. Yeats. Nach Rosslare im Südosten Irlands fährt Brittany Ferries ab Cherbourg inzwischen täglich in jede Richtung, ganzjährig; nachdem Stena Line die Strecke im Herbst 2025 aufgegeben hat, hat Brittany Ferries dort aufgestockt. Im Sommerhalbjahr kommt saisonal die Verbindung von Roscoff nach Cork dazu. Cherbourg erreichst du aus Westdeutschland gut an einem Tag.
Die Landbrücke über Großbritannien
Alternativ nimmst du zuerst eine Kurzstrecke über den Kanal — Calais–Dover im dichten Takt mit P&O Ferries, DFDS oder Irish Ferries, oder ab Hoek van Holland nach Harwich mit Stena Line — und fährst dann quer durch England und Wales nach Holyhead. Von dort bringt dich Stena Line achtmal täglich in gut drei Stunden nach Dublin. Zwei Überfahrten, zwei Buchungen und Linksverkehr, dafür maximale Flexibilität bei den Abfahrtszeiten.
Welcher Weg für wen?
Mit Wohnmobil oder viel Gepäck ist die Direktfähre ab Cherbourg meist die entspanntere Wahl: eine Nacht an Bord statt vieler Autobahnkilometer und zweier Fährtermine. Die Landbrücke lohnt, wenn du kurzfristig reist, unterwegs in England Station machen willst oder ohnehin über die Kurzstrecke am Kanal planst. Nach Dublin und in den Osten Irlands passt die Route über Holyhead gut; für den Süden und Westen der Insel liegt Rosslare oft günstiger.